Praxis des Poetischen Wissens – Poesie Zeichnen

Herzlich willkommen in meinem Blog! Mein erster Eintrag handelt von Nicht-Sprache… nämlich von meinen Zeichnungen, die unter anderem auch die Website schmücken, sie gliedern und Hand in Hand mit den Texten gehen; wie sie entstehen und was sie mit Denken, Poesie und Körpern zu tun haben …

Die Zeichnungen entstehen in Schreib- und Reflexionsprozessen: dann, wenn die Worte nicht mehr einfangen können, was noch zu denken ist. Wenn sich Dinge immer noch weiter denken, aber keine Sprache mehr dafür da ist. Wenn es Monate bräuchte, bis das, was gerade lebendig vorm inneren Auge steht, eine sprachliche Fassung annimmt — und der Gedanke in der Zwischenzeit längst schon hintenüber gekippt und von der mentalen Bildfläche verschwunden ist. Dann greife ich zu Buntstiften und versuche die Qualität des Gedankens zu erfassen, seine Farben, seine Wucht, Zartheit, Eleganz, Hilflosigkeit, Kraft und Zerbrechlichkeit: Nach einer Weile nehmen die Zeichnungen dann ihre eigene Dynamik an und entwickeln ihre Form.

Einige der auf der Website gezeigten Zeichnungen gibt es auch als Druck (mit je einer Auflage von 30 Stück). Wenn sie euch also etwas sehen lassen, was euch anspricht, wenn eine Zeichnung euch inspiriert, berührt, erfreut, verführt oder bewegt, könnt ihr sie gern in meinem Online-Shop erwerben: https://poetischeswissengo.etsy.com

Die farbintensiven Drucke sind mit dem Offsetdruckverfahren hergestellt und auf sehr hochwertigem GMUND Papier gedruckt. Es gibt verschiedene Motive und unterschiedliche Größen und Maße. Schaut’s euch an!

Falls die Art und Weise der Zeichnungen dich anspricht und du dir ein Original wünscht, mache ich auf Wunsch auch individuelle Zeichnungen. Kontaktiere mich gern dazu (info@poetischeswissen.de). Diese Zeichnungen entstehen dann aus unserem Gespräch heraus und orientieren sich an dem, was du mir erzählst, was dich bewegt, was ich dazu wahrnehme oder denke. Zum Beispiel kannst du mir auch ein Wort geben, das dich gerade bewegt, wie Geburt oder Herz; oder du nennst vielleicht ein Organ, das sich gerade bei dir meldet.

A propos: Ich liebe Organe und finde auch, dass die Zeichnungen etwas Organisches haben. Aber das sieht jede*r Betrachter*in anders … Und um den Bogen zur Praxis Poetisches Wissen zu spannen: Je länger ich mich mit dem Denken befasse, umso mehr habe ich den Eindruck, dass unzählige unserer Gedanken nicht nur nicht originell (das sind sie eigentlich nie), sondern profan und simpel durch körperliche Bedingungen geschaffen und stimmungsabhängig sind. Vielleicht nicht unbedingt der Inhalt, aber die Struktur unseres Denkens, unserer Fragen und gewohnten Lösungsstrategien. Also, nicht: „ich denke und dem folgt mein Körper“, sondern: „Mein Körper denkt mich“. Meine Organe kreieren meine Gedanken.

Wenn also irgendwann mein Denken (mein „Möchte-gern-Denken“) wieder mal an seine Grenzen kommt und ihm nur noch Zeichnung und Plastizität Ausdruck verschaffen — und dann eine gezeichnete organische Struktur herauskommt, die, sagen wir mal, tendenziell an eine Bauchspeicheldrüse erinnert: Dann war es womöglich genau sie, die das Gedankengebläse initiiert und inspiriert hat.

However. Genießt die Bilder, ohne viel Worte. Und danke fürs Lesen!

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